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Projekte › Jugendhilfezentrum und Erziehungsberatungsstelle Eitorf, Neubau Am Eichelkamp 17
gleicher Umfang

Jugendhilfezentrum und Erziehungsberatungsstelle Eitorf, Neubau Am Eichelkamp 17

Verwaltung · Status abgeschlossen · Stand 28.09.2026 · Fassung V06

Prognose 2021 statt 6,50 Mio. € (2016) jetzt 10,0 Mio. € +54 %teurer

Aus 6,50 Mio. € wurden 10,0 Mio. €: +3.500.000 € mehr (+53,8 %). Die Fertigstellung liegt 21 Monate hinter der ersten Planung.

Kategorie
Verwaltung
Status
abgeschlossen
Gruppe
gleicher Umfang
Erste Zahl
6.500.000 € (Beschluss)
Letzter Stand
10.000.000 € (Prognose)
Mehrkosten
+53,8 % · +3.500.000 €
Terminverzug
21 Monate
Einordnung der Vergleichbarkeit: Dasselbe Vorhaben; der größere Baukörper (Hochwasser, Tiefgarage, Reserve) wurde im Projekt beschlossen und ist Teil der zu prüfenden Steigerung.
Gegenstand Neubau Bürogebäude für Jugendhilfezentrum (Eitorf/Windeck) und Erziehungsberatungsstelle inkl. Grunderwerb, Am Eichelkamp 17 (ehem. Bauhof der Gemeinde, Überschwemmungsgebiet des Eipbachs)
Bauherr / Rolle des Kreises Rhein-Sieg-Kreis als Bauherr (Gebäudewirtschaft, Amt 22)
Erster Beschluss bzw. Basis 6.500.000 € (Beschluss, KT 09.03.2016 TOP 13, V 2387/16-2, B.-Nr. 205/16)
Letzter Stand 10.000.000 € (Prognose, M 1438/21, BauV 17.06.2021 TOP 3.1)
Veränderung +3.500.000 € / 53,8 %
davon Baupreisindex / über Index Index 1.573.770 € / über Index 1.926.230 € (55 % der Steigerung)
Fertigstellung geplant → Ist/aktuell 2019 → 2021-04 (ist); Verzug 21 Monate
Status abgeschlossen; in Betrieb seit April 2021; Schlussabrechnung dem Kreistag nicht vorgelegt; Wasserschaden seit 2023 offen
Kostenentwicklung Jugendhilfezentrum Eitorf

Chronologie

Datum Gremium/Vorlage Inhalt Betrag Fundstelle
2013–2015 Investorenmodell Planung bis LP 2 abgebrochen wegen „zu stark auseinanderliegender finanzieller Vorstellungen“ – V 2387/16-2, S. 6
16.02.2016 Kostenschätzung (BKI 2014) KG 100–700 6.474.410 € V 2735/17 Anh. 1, S. 1
09.03.2016 KT TOP 13, V 2387/16-2, B.-Nr. 205/16 Grundsatzbeschluss: Neubau inkl. Grunderwerb „nach dem derzeitigen Planungsstand“, GÜ-Vergabe 6.500.000 € KT-Niederschrift, S. 15
06.07.2017 KT TOP 16, V 2735/17-4, B.-Nr. 320/17 Fortsetzung Entwurfsplanung (Variante 5) zzgl. 10 % Risikoaufschlag 7.788 T€ V 2735/17-4, S. 6; KT-Niederschrift, S. 24
Ende 2017 Verwaltung Wechsel Generalunternehmer → gewerkeweise Vergabe – V 3501/20, S. 2
28.02.2018 BauV, M 1075/18 Umverteilung Fördermittel (Förderquote „fast 90 %“ geplant), Baubeginn Anfang 2019, Fertigstellung „im Laufe des Jahres 2020“, ohne Kostenfolgen mitgeteilt 7,8 Mio. € M 1075/18, S. 1–2
2019 Vergaben (RPA-JPB 2020) Tiefbau 313.755,89 €, Rohbau 1.384.691,35 € brutto; Tiefbau-Fertigstellung KW 30/2019 geplant, bis Prüfende 2020 nicht fertig – RPA-JPB 2020, S. 56–59
31.12.2019 JA 2019 Ermächtigungsübertragung 4.694.257 € („Maßnahmeverzögerungen“) – BDO JA 2019, S. 167
14.01.2020 BauV 23.01.2020 TOP 2, V 3501/20 Sachstand: 98 % vergeben; Prognose 10,448 Mio. € mit Nachtrags-/Risikozuschlag 10.448 T€ V 3501/20, S. 1–3
06.02.2020 KT TOP 3, V 3501/20-2, B.-Nr. 546/20 „bis zu 2,66 Mio. €“ zusätzlich 2020 +2,66 Mio. € (Σ 10,448 Mio.) KT-Niederschrift, S. 10
31.01.2020 RPA-Prüfung Tiefbau-Nachträge 2 und 3 beanstandet, Leistungen schon ausgeführt und teils bezahlt 359.788,66 € (Tiefbau neu) RPA-JPB 2020, S. 58
30.09.2020 RPA-Prüfstand Aufträge 9.271.270,23 €, Zahlungen 5.001.731,70 € – RPA-JPB 2020, S. 66
31.12.2020 JA 2020 Ermächtigungsübertragung 3.493.000 €; IT-Ermächtigung 185.000 € für die Erschließung des neuen Standorts; Lagebericht nennt Abschluss „(jeweils 2020)“ – BDO JA 2020, S. 174–175, 192
April 2021 BauV 17.06.2021 TOP 3.1, M 1438/21 Inbetriebnahme; Gesamtkosten „voraussichtlich rd. 10 Mio. €“ 10 Mio. € M 1438/21, S. 2
JA 2021 RPA 10.11.2022 TOP 2.1 (BDO) Aktivierung „mit Außenanlage (rd. 8,5 Mio. €)“; Ermächtigungsübertragung 969.400 € („Schlussrechnungen liegen noch nicht vor“); Mehraufwand „Rückbau des ehemaligen JHZ Eitorf“ rd. 8,5 Mio. € (Aktivierung) BDO JA 2021, S. 95, 127, 180
JA 2022 RPA 13.11.2023 TOP 2.1 (BDO) „Schlussrechnung steht noch aus“ – BDO JA 2022, S. 187
JA 2023/2024 FA/RPA Wasserschaden festgestellt, Behebung mehrfach verschoben (2025 → 2026); Zugang Aktivierung 0,1 Mio. € (2023) 50 T€ M 1771/24, S. 2; JA 2023, S. 90

Befunde

Punkt Bewertung Befund Fundstelle
P1 Bedarf M (B) Bedarfsgrundlage waren Raumplanungen von 2012 (ergänzt 2014); der Mehrbedarf 2017 wurde ‘von den Dienststellen angemeldet’. Eine Personalprognose oder Stellenbemessung fehlt in allen Bauvorlagen; belegt ist nur der Stand 2016: 44 Mitarbeiter auf rd. 1.100 m² Mietfläche. Die Angabe ‘47 Arbeitsplätze’ steht in keiner Unterlage. KT 09.03.2016 TOP 13, V 2387/16-2; KT 06.07.2017 TOP 16, V 2735/17-4
P2 Flächen M (B) NF ohne Tiefgarage stieg von 1.126 auf 1.643 m² (BGF 1.704 auf 3.707 m²); darin 190 m² Ausbaureserve (rd. 8 Büros, 423 T€), die ‘nach dem Raumprogramm nicht benötigt’ wurde. (V) Begründung: sich andeutender Mehrbedarf UVG, Fremdvermietung möglich. (B) Ausgeführt als ‘klassische Einzel- und Doppelbüros’; die GPA-Empfehlung Desk-Sharing lehnte die Verwaltung 2017 als mittelfristig nicht realisierbar ab. Heutige Belegung und Nutzung der Reserve: in keiner Unterlage. KT 06.07.2017 TOP 16, V 2735/17-4; UmwA 04.06.2025, M 1887/25 Gebäudesteckbriefe; PersA 10.05.2017 TOP 4.2 Anhang 2
P3 Gesamtplanung H (V) Die Verwaltung nannte Eitorf 2017 als Beispiel für die von der GPA empfohlene Zusammenlegung von Außenstellen; ob eine Zusammenlegung ‘detailliert geprüft werden soll’, sei nach politischer Beratung zu klären. (B) Ein Portfolio-/Standortkonzept für Außenstellen oder JHZ wurde in den Unterlagen nicht gefunden. PersA 10.05.2017 TOP 4.2, Anhang 2 (Stellungnahme GPA-Beratung 2016)
P4 Variantenvergleich M (B) Der Vergleich 2016 ist überschlägig: status quo 85 T€ Kaltmiete p.a. gegen Neubau mit AfA auf 0,6 Mio. € Eigenanteil (10 T€) + Instandhaltung 84 T€, ohne Bewirtschaftung und Zinsen; die Miete wird in vier Unterlagen mit 85, 100, 135 und 155 T€ beziffert. (S) Schon nach der eigenen Tabelle war der Neubau (94 T€) nicht günstiger als der status quo; ein Vergleich auf Basis der Istkosten (rd. 10 Mio. €, Eigenanteil rd. 3,1 Mio. €) wurde nicht vorgelegt. KT 09.03.2016 TOP 13, V 2387/16-2
P5 Kostenermittlung M (B) Der Grundsatzbeschluss 6,5 Mio. € beruhte auf einer Kostenschätzung vom 16.02.2016 (BKI 2014, BGF 1.704 m²) ohne Sicherheitsaufschlag; ein solcher Aufschlag wurde laut Verwaltung erstmals beim BK Hennef angesetzt und 2017 für Eitorf nachgeholt. (B) Dass das Grundstück im Überschwemmungsgebiet liegt, stellte sich erst ‘im Rahmen des Grunderwerbs’ heraus (Pfahlgründung, Anhebung, Tiefgarage). (S) Der Aufschlag 2017 (10 %) wurde mit dem BKI-Anstieg begründet und war damit eine Indexierung, kein Ansatz für Unvorhergesehenes. BauV 22.06.2017 TOP 2, V 2735/17 Anlage 1; KT 06.07.2017 TOP 16, V 2735/17-4 (S. 2 und 5)
P6 Beschlussgestaltung H (B) 2016 apl. Auszahlung 1 Mio. € und apl. VE 5,5 Mio. € vor dem Haushalt 2017/18 (für GÜ-Auftrag), 2017 üpl. VE rd. 1,3 Mio. €, 2020 ‘bis zu 2,66 Mio. €’ zusätzlich; Rohbau per Dringlichkeitsentscheidung (KA 25.03.2019 TOP 18.4, B.-Nr. 439/19). (S) Drei von drei Finanzierungsbeschlüssen außer- oder überplanmäßig; die Mehrkosten 2020 wurden beschlossen, als 98 % des Budgets bereits vergeben waren. KT 09.03.2016 B.-Nr. 205/16; KA 25.03.2019 TOP 18.4 B.-Nr. 439/19; KT 06.02.2020 B.-Nr. 546/20
P7 Informationsqualität H (B) Die Mitteilung Feb. 2018 kündigte den Wechsel zur gewerkeweisen Vergabe ohne Kostenfolgen an; die Mehrkosten (+1,24 Mio. € Planung LP 5-9) wurden erst im Jan. 2020 berichtet. Die KT-Projektliste Okt. 2019 nannte noch 7,8 Mio. €. V 3501/20 bezeichnet 7,788 Mio. € als ‘Kostenberechnung vom 25.04.2017’, tatsächlich war die Kostenberechnung 7,08 Mio. € und 7,788 Mio. € der Betrag mit 10 % Aufschlag. BauV 28.02.2018 M 1075/18; KT 08.10.2019 TOP 5 Anlage 7a; BauV 23.01.2020 TOP 2, V 3501/20
P7 Informationsqualität H (B) Der Lagebericht zum Jahresabschluss 2020 meldet das JHZ Eitorf als 2020 abgeschlossen und in Betrieb (‘jeweils 2020’); bezogen wurde es Mitte April 2021. RPA 08.12.2021, BDO-Prüfbericht JA 2020 (Lagebericht)
P8 Kostenentwicklung M (B) 5,6 Mio. € (11/2015) -> 6,5 Mio. € Beschluss (03/2016) -> 7,788 Mio. € (07/2017) -> Prognose 10,448 Mio. € (02/2020) -> ‘voraussichtlich rd. 10 Mio. €’ (06/2021). (V) Ursachen 2017: größerer Baukörper (Hochwasser, Tiefgarage, Flächenmehrbedarf); 2020: Planung LP 5-9 nach Wechsel GU->Einzelvergabe +1,24 Mio., Planungskorrektur +0,513 Mio., Baupreisindex +9,3 %. (S) Der größte Teil beruht auf vermeidbaren Planungs- und Verfahrensänderungen, nicht auf dem Index; der Leistungsumfang änderte sich 2017 (Tiefgarage, Reserve). BauV 23.01.2020 TOP 2, V 3501/20; KT 06.07.2017 TOP 16, V 2735/17-4; BauV 17.06.2021 TOP 3.1, M 1438/21
P9 Termine M (B) Geplant: Baubeginn Ende 2016 (11/2015), Inbetriebnahme 2019 (HH 2017/18), Fertigstellung 2020 (2017/2018); tatsächlich Erdaushub Frühjahr 2019, Inbetriebnahme April 2021. (V) Gründe: Umplanung nach Grunderwerb (Hochwasser), Wechsel zur Einzelvergabe Ende 2017 mit neuer Planervergabe LP 5-9 erst Juli/Okt. 2018. KT 29.09.2016 TOP 10 HH 2017/18; RPA 08.12.2021 TOP 2.2; BauV 17.06.2021 M 1438/21
P10 Vergabe/Nachträge M (B) 2016 hieß es, eine gewerkeweise Vergabe dauere ‘ca. 14 Monate länger’ und gefährde die Förderung; Ende 2017 wurde trotzdem auf Einzelvergabe umgestellt (V: Rechtsprechung, verlängerter Förderzeitraum). (B) RPA-Jahresprüfungsbericht 2020: Nachträge wurden bei Tiefbau (Nr. 2 und 3, Auftrag 313.755,89 -> 359.788,66 € brutto, S: +14,7 %) und Rohbau (Nr. 4 und 5) erst vorgelegt, als die Leistungen ausgeführt und teils bezahlt waren; Rohbau-Nachtrag 01 entgegen RPA-Empfehlung bezahlt, Nachtrag 02 mangels Personal des Prüfungsamts ungeprüft; freigegebene Nachtragsbeträge in der 6. Abschlagsrechnung höher als die beauftragten; Bearbeitungsdauer von Nachträgen bis 245 Tage (angemessen: unter 30); den eigenen Nachtragsprozess vom 15.10.2019 hielt die Gebäudewirtschaft nicht ein. (B) Tiefbau-Ausschreibung ‘nicht sachgerecht’ (Asphaltabbruch unter den Baucontainern). (V) Die Handreichungen seien ‘im Detail nicht praxistauglich’; (B) RPA: das unterlaufe das Kontrollsystem. Aufträge 9,27 Mio. €, Zahlungen 5,0 Mio. € (30.09.2020). KT 09.03.2016 V 2387/16-2; V 3501/20; RPA 08.12.2021 TOP 2.2 Jahresprüfungsbericht 2020 AT (S. 58-66)
P11 Dritte/Eigentum H (B) Grundstück ca. 3.162 m² (ehem. Bauhof der Gemeinde) im Überschwemmungsgebiet des Eipbachs; Kaufpreis inkl. Nebenkosten 313.038 €, Erschließung 31.620 €, Abbruch 235 T€. Die Kaufvorlage FA 15.06.2016 wurde nichtöffentlich beraten. Keine Miteigentums- oder Drittnutzungsfragen erkennbar. BauV 22.06.2017 V 2735/17 Anlage 1; KT 06.07.2017 V 2735/17-4
P12 Fördermittel M (B) KInvFöG: 2016 geplant 5,58-5,85 Mio. €, 2018 +1,08 Mio. € umverteilt (Turnhalle Rudolf-Dreikurs-Schule), 2020 6,705 Mio. € eingeplant + ca. 0,5 Mio. € aus ‘An der Wicke’; eingezahlt 2021: 6.896.113 €. (B) Der Jahresprüfungsbericht 2020 des RPA (Prüfung 2020, vorgelegt 12/2021) nennt die Maßnahme ‘zu 90 % gefördert’. (S) Eingezahlt wurden 6.896.113 € bei einem Budget von 10,448 Mio. €, also rd. 66 %; die Mehrkosten gegenüber der Planung trug der Kreis. (B) Förderfrist 31.12.2020, Inbetriebnahme April 2021. (S) Ob der Verwendungsnachweis ohne Kürzung anerkannt und die zweckentsprechende Verwendung vom RPA mit der Beendigungsanzeige bestätigt wurde, ist nicht belegt. BauV 28.02.2018 M 1075/18; V 3501/20; FA 30.11.2022 TOP 8.3 HH 2023/24 (Projekt 5220056); RPA 08.12.2021 TOP 2.2 JPB 2020 AT
P13 Abschluss/Betrieb M (B) Keine Kostenfeststellung und kein Schlussbericht an den Kreistag; JA 2022: ‘Schlussrechnung steht noch aus’ (Ermächtigungsübertragung 463.300 €). (B) Wasserschaden 2023 festgestellt, apl. Instandhaltungsrückstellung 50 T€; Behebung laut JA 2024 für 2025, laut JA-Entwurf 2025 für 2026 vorgesehen. (B) RPA 2020: belastbare Endsumme ‘erst weit nach Fertigstellung und Bezug’. (B) Haushaltsermächtigungen wurden dreimal übertragen: 4.694.257 € (2019, ‘Maßnahmeverzögerungen’), 3.493.000 € (2020, dto.), 969.400 € (2021, ‘Schlussrechnungen liegen noch nicht vor’). (B) Einziger Ist-Wert ist die bilanzielle Aktivierung ‘mit Außenanlage (rd. 8,5 Mio. €)’ 2021 zzgl. 0,1 Mio. € 2023; (S) die Abweichung zur Prognose rd. 10 Mio. € ist ungeklärt. (B) Außerhalb des Projektbudgets: 185.000 € Netzwerk-Erschließung des neuen Standorts und Mehraufwand für den ‘Rückbau des ehemaligen JHZ Eitorf’. Tatsächliche Betriebskosten gegenüber Planung: nicht vorgelegt. RPA 13.11.2023 TOP 2.1 (BDO JA 2022); RPA 07.11.2024 TOP 2.1 (JA 2023); RPA 02.09.2025 TOP 2.1 (JA 2024); JA-Entwurf 2025; RPA 08.12.2021 TOP 2.2; BDO JA 2019-2021 (Ermächtigungsübertragungen, Anlagevermögen)
P14 Organisation M (B) Für die Baumaßnahme wurde 2018 ein befristeter Architekt (E12, 5 Jahre) eingestellt; das RPA konnte einen Rohbau-Nachtrag ‘wegen fehlender Personalressourcen’ nicht prüfen; die Projektliste 2019 entstand im Zusammenhang mit einem Antrag zum Personal der Gebäudewirtschaft (parallel Kreishaus-Brandschutz, BK Hennef, Förderschulen, Rettungswachen). (B) RPA 2020: kein dokumentierter Ablauf Rechnung - Kostenverfolgung - Prognose - Schlussrechnung; die Gebäudewirtschaft arbeitet nicht mit der im Haus vorhandenen AVA-Software, Kostenverfolgung per Excel; die Empfehlung ergeht ‘erneut’ (schon JPB 2016 zum Kreishaus). (B) Die Rohbau-Auftragssumme stand in vier Systemen unterschiedlich (1.396.026 bis 1.425.386 €). PersA 11.09.2018 V 3057/18; RPA 08.12.2021 TOP 2.2; KT 08.10.2019 TOP 5 Anlage 7a; JPB 2020 AT S. 60, 67-70

Sicht der Verwaltung (V)

  • Neubau statt Miete: vier Mietobjekte zusammenführen, EB-Gebäude der Gemeinde soll „mittelfristig“ für „Sprung an die Sieg“ weichen; Investorenlösung scheiterte an Preisvorstellungen (V 2387/16-2 S. 6–7).
  • Mehrkosten 2017 beruhen „auf der Vergrößerung des Baukörpers … und nicht auf einem Anstieg der Baukosten je Einheit“ (V 2735/17-4 S. 2); Tiefgarage als Folge der Anhebung wegen Hochwasser; Ausbaureserve wegen UVG-Ausweitung sinnvoll, bis dahin vermietbar (S. 3–4).
  • Wechsel zur Einzelvergabe, um einen Vergabefehler und eine Rückforderung von Fördermitteln zu vermeiden (V 3501/20 S. 2).
  • Baupreisindex +9,3 % seit 2017 habe den 10-%-Puffer „fast vollständig ausgeschöpft“ (V 3501/20 S. 2). (S) Fair: Die Indexentwicklung 2017–2020 erklärt rd. 0,7 Mio. € (9,3 % auf 7,08 Mio. €), der Rest der Steigerung nicht.
  • Nachträge: Einzelne Vorgaben der Handreichungen seien „im Detail nicht praxistauglich“; zur Einhaltung des Bauablaufs sei im Einzelfall eine Beauftragung „dem Grunde nach“ erforderlich; unter 30 Tagen Bearbeitungsdauer könne die Gebäudewirtschaft nicht gewährleisten (JPB 2020 AT S. 62–63). Das RPA widerspricht (S. 64–65).

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